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Wir proben

 

MOMO  

von Michael Ende

 

 

Momo lebt in der Ruine eines alten Amphitheaters am Rande einer Großstadt in Südeuropa. Sie hat eine besondere Gabe: sie kann zuhören. Deshalb ist sie bei den Leuten aus der Umgebung beliebt.

Wenn Erwachsene streiten, gehen sie zu Momo und versöhnen sich wieder. Kinder kommen, um mit Ihr zu spielen.

In der Stadt tauchen aber immer mehr grauen Herren auf.

Sie haben es auf die Lebenszeit der Menschen abgesehen und reden ihnen ein, sie müssten Zeit sparen,

indem sie schneller arbeiten und unnütze Tätigkeiten sein lassen.

Die Menschen, die sie überzeugen konnten, haben bald mehr Geld, aber sie werden auch lustlos und verbittert.

Momo und ihre Freunde wollen die Erwachsenen auf die Gefahr aufmerksam machen, die von den grauen Herren ausgeht.

Deshalb soll sie zum Schweigen gebracht werden. Aber Momo bringt einen dieser grauen Herren zum Reden.

Er verrät ihr, dass die grauen Herren den Menschen die Zeit stehlen wollen, weil sie deren Lebenszeit zum Überleben brauchen.

Die Jagd der grauen Herren auf Momo beginnt.

Auf der Flucht begegnet sie der Schildkröte Kassiopeia, die sie zu Meister Hora führt.

Meister Hora verteilt die vorgesehene Lebenszeit an die Menschen und lässt Momo in ihr eigenes Herz schauen.

Inzwischen haben die grauen Herren alles dazu getan, dass Momo von all ihren Freunden allein gelassen wurde.

Gigi macht Karriere als Geschichtenerzähler und Fernsehstar, Beppo wird in einer Nervenanstalt festgehalten

und die Kinder wurden in Kinder-Depots geschickt, wo sie nur Nützliches lernen dürfen.

Die grauen Herren versuchen Momo zu erpressen, dass sie die Herren zu Meister Hora führt,

wo sie sich alle Lebenszeit der Menschen aneignen wollen.

Mit Unterstützung der Schildkröte sucht sie noch einmal Meister Hora auf.

Nur sie – so meint Meister Hora – könnte die Welt retten.

Er überlässt ihr eine Stundenblume und hält die Zeit an.

In nur einer Stunde Zeit folgt Momo den grauen Männern, die panisch zu ihren Zeitvorräten eilen

und kann mit ihrer Stundenblume alle anderen Stundenblumen aus dem Lager der grauen Herren befreien.

Die befreiten Lebenszeiten kehren zu den Herzen ihrer Besitzer zurück - und die grauen Herren lösen sich in Nichts auf.

Die Welt ist gerettet.

 

Michael Ende

wurde am 12. November 1929 in Garmisch geboren.

Er war Schriftsteller und  einer der erfolgreichsten Jugendbuchautoren Deutschlands.

1948 besuchte Ende die Otto Falckenberg Schauspielschule und arbeitete bis 1953 als Schauspieler.

Er schrieb Texte fürs Kabarett.

Mit JIM KNOPF UND DER LOKOMOTIVFÜHRER kam 1960 der Erfolg.

Er starb am 28. August 1995 in Filderstadt.

 

MOMO von Michael Ende

ist 1973 als Roman erschienen, der seither seine Leser und Leserinnen begeistert.

Er ist eine märchenhafte Geschichte über ein einfaches Mädchen, das zuhören kann und so den Menschen das Gefühl gibt,

etwas Besonderes zu sein. Und dieses Mädchen bringt den Menschen die gestohlene Zeit zurück.

MOMO ist aber auch eine kritische Auseinandersetzung mit den Begriffen Leben, Zeit und Geld in unserer Gesellschaft.

Das Buch bringt auch uns Erwachsene zum Nachdenken: Wie gehen wir mit unserer Zeit, mit unserem Leben um?

Welche Prioritäten setzen wir im Alltag? Welchen Anteil haben Pflichterfüllung und Freude, Lust in unserem Leben?

Wie viel Raum gestehen wir der Familie und Freunden zu? Was bedeutet uns Karriere und Erfolg?

„Zeit ist Leben. Und das Leben wohnt im Herzen.“

Das Ensemble

Momo                                         Stefanie ELIAS

Gigi Fremdenführer    

Beppo Straßenkehrer               Andreas SEIDL

Der graue Herr                           Thomas BAUER

Erzählerin                                   Andrea NITSCHE                  

 

Bühne                                          Peter W. HOCHEGGER/ Erwin BAIL

Kostüme                                     Petra TEUFELSBAUER

Puppe                                          Robert KNIEFACZ

Koordination/Organisation      Peter W. HOCHEGGER

Konzeption und Realisierung  Das Ensemble

 

Spieldauer ca. 80 Min/ keine Pause


 

MADAME MIKADO

 von Heinz R. Unger

 

mit ANDREA NITSCHE

 

Im Jahr 2000 schrieb Heinz R. Unger das Stück für die Schauspielerin Helga Grausam. 

In einem gemeinsamen Arbeitsprozess entwickelten der Autor Heinz R. Unger, die Schauspielerin Helga Grausam

und der Regisseur Peter W. Hochegger eine Geschichte über eine Frau mittleren Alters mit einer dissoziativen Identitätsstörung.

 

Elisabeth stand als Jugendliche Modell, arbeitete als Model und begann eine Karriere als Schauspielerin.

Immer wieder war sie mit sexuellen Übergriffen konfrontiert.

Als sie schwanger wurde, war auch ihre Theater-Karriere zu Ende. 

Nachdem der Vater ihrer beiden Kinder sie verlassen hatte,

musste Elisabeth als Revue-Girl und Sängerin durch deutsche Provinzstädte tingeln.

Traumatische Erlebnisse haben bei ihr im Laufe der Jahre eine mehrfache Persönlichkeitsspaltung ausgelöst.

Ihr Verhältnis zu Männern ist nicht gerade das beste.

Bis sie einen Heiratsantrag bekommt. 

Am Hochzeitstag will Elisabeth ihren zukünftigen Ehemann "warnen",

ihm ihre Bedenken, ihre Ahnungen mitteilen.

Er soll die Wahrheit erfahren....

 

MADAME MIKADO ist ein spannendes Psychogramm über die Abgründe der menschlichen Seele,

das durch die Me Too-Debatte traurige Aktualität bekommt.

 

Premiere wird voraussichtlich im Mai oder Juni 2019 sein.

 

 

Heinz R. Unger

wurde am 7. August 1938 in Wien geboren.

Er schrieb Romane, Lyrik, Drehbücher, Hörspiele, Lieder, Kinderbücher und natürlich auch Theaterstücke.

Die wichtigsten Werke:

Die Proletenpassion

Unten durch

Zwölfeläuten

Er starb am 12. Februar 2018 in Wien